Eine Winterreise nach Israel ist eine Reise der Gegensätze. Während man sich in der nördlichen Region des Landes im Schnee tummeln kann, kommt man im Süden von Israel in der Wüste Negev ins Schwitzen. Allerdings muss man sich in dem Land, das zwischen der arabischen Wüste und dem Mittelmeer zu Hause ist, auch zur Winterzeit nicht auf arktische Temperaturen einstellen. Denn obwohl die israelischen Sommer sehr warm sind, sind die Winter maximal kühl. Doch diese kühlen Temperaturen genügen, um den Berg Hermon als höchsten Berg des Landes in ein Schneeparadies zu verwandeln. Zur Winterzeit wird der Gipfel von der weißen Pracht verziert und dient dank des Lifts als ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen.
Denn immerhin können die Urlauber auf dem Berg beim Skifahren oder Rodeln Wintersportspaß pur genießen oder sich einfach nur von dem spektakulären Blick auf das Nachbarland Syrien verwöhnen lassen, den der Gipfel ermöglicht. Dass ein Land wie Israel überhaupt eine Skiregion wie den Berg Hermon zu bieten hat, grenzt aufgrund der klimatischen Bedingungen schon fast an ein Wunder. Aber vielleicht kann dieses Wunder auch genau mit dem kulturellen Hintergrund der Erhebung begründet werden – schließlich soll auf der Spitze des Berges der Bund Gottes mit Abraham geschlossen worden sein.
Wer der kalten Jahreszeit auf seiner Reise durch Israel den Rücken kehren möchte, findet in der Region ebenfalls viel versprechende Möglichkeiten für eine Kulturreise. Beispielsweise präsentiert sich Tel Aviv als eine Stadt, die voller Leben steckt. Die israelische Hauptstadt Jerusalem zieht aufgrund ihrer religiösen Kulturgeschichte vor allem gläubige Menschen in den Bann und präsentiert mit Attraktionen wie dem Berg Zion als mutmaßliches Grab von König David oder Bauten wie dem Goldenen Tor sowie dem Stephanstor in der Altstadt wahre Juwele der Religionsgeschichte. Doch auch für Sonnenhungrige hat Israel im Winter das ein oder andere Highlight zu bieten. So lockt die Stadt Eilat im Süden des Landes als heißester Ort der gesamten Region immer wieder zahlreiche Sonnenhungrige an, die sich am Roten Meer beim Tauchen, Schwimmen, Schnorcheln oder einem Spaziergang erholen wollen. Auch die Orte Ein Gedi sowie Ein Bokek am Toten Meer versprechen entspannte Tage am Strand, die mit einer Wanderung durch die vielen artenreichen Hügellandschaften Israels abgerundet werden können.
Bildquelle: Or Hiltch/ flickr.com